Mündlicher Arbeitsvertrag

Der mündliche Arbeitsvertrag

Ein mündlich geschlossener Arbeitsvertrag ist gültig und somit rechtlich bindend für beide Parteien. Bei solchen mündlichen Verträgen sind Probleme jedoch vorprogrammiert, denn wie kann man Absprachen im Streitfall beweisen?

Schriftliche Verträge sind in jedem Fall die bessere Wahl und mit unserem praktischen Vertragsmanagement einfach zu verwalten. 

Beweise zum mündlichen Arbeitsvertrag

Nachdem in der Kategorie Arbeitsvertrag mündliche Zusage beide Parteien übereingekommen sind, ist eine rechtsgültige vertragliche Bindung entstanden. Da es aber eine Nachweispflicht laut dem Nachweisgesetz gibt, müssen trotzdem schriftliche Beweise erfolgen. Der Arbeitnehmer hat einen gesetzlichen Anspruch darauf, ein entsprechendes Schriftstück zu erhalten, wurde ein Arbeitsvertrag mündlich geschlossen. Solche Dokumente kannst du übrigens hervorragend mit dem von uns angebotenen Dokumentenmanagement verwalten. Das erstellte Dokument zum mündlichen Arbeitsvertrag selbst gilt allerdings nicht als Arbeitsvertrag, sondern wirklich als Nachweis zur mündlich geschlossenen Arbeitsvereinbarung. Im August des Jahres 2022 gab es eine Reform des Nachweisgesetzes, welcher zufolge zahlreiche Verschärfungen in Kraft traten.

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Was gehört in den schriftlichen Nachweis zum mündlichen Arbeitsvertrag?

Selbstverständlich müssen in diesem Dokument die vereinbarten Arbeitsbedingungen festgehalten werden. Diese müssen natürlich dem Arbeitszeitgesetz entsprechen und auch die geltenden Gesetze und Regelungen zu Gehältern werden unbedingt eingehalten.

Aufgeführt werden: 

  • die Höhe des Gehaltes
  • eine Gehaltsberechnung
  • die Dauer der Probezeit
  • die Arbeitszeiten, Pausen und Ruhezeiten
  • Überstundenregelungen und entsprechende Vergütung
  • gibt es Schichten und wenn ja, welche
  • eventuelle Befristung des Arbeitsverhältnisses mit Datum
  • Kündigungsregulationen

Es ist wichtig, dass Du Deinen Arbeitnehmern, mit denen ein Arbeitsvertrag mündlich geschlossen wurde, ein solches Dokument zum Arbeitsbeginn aushändigst. Das Dokument in Papierform muss zudem eigenhändig unterschrieben werden. Steht dieses nicht bei Arbeitsbeginn zur Verfügung, haben Arbeitnehmende das Recht, dieses innerhalb einer von ihrem neuen Arbeitgeber Woche einzufordern.

Arbeitsvertrag mündlich kündigen

Du kannst einen Arbeitsvertrag mündlich abschließen, doch kündigen musst Du ihn nur schriftlich. Dies gilt sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer. Der mündliche Arbeitsvertrag ist ein rechtlich gültiger Vertrag, über den ein Schriftstück existiert. Es muss, wie bei allen Arbeitsverträgen, eine ordentliche Kündigung erfolgen.

Unter einer ordentlichen Kündigung versteht man ein von Hand unterzeichnetes Schriftstück zur Kündigung eines Arbeitsverhältnisses. Obwohl ein Arbeitsvertrag mündlich geschlossen wurde, ist eine mündliche Beendigung desselben also nicht rechtens.

Die jeweiligen Kündigungsfristen müssen natürlich eingehalten werden. Entweder gibt es Angaben dazu in dem Schriftstück zum mündlichen Arbeitsvertrag oder aber ein passender Tarifvertrag regelt die Kündigung. Gibt es diesen nicht, können sich die Beteiligten an die gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsfristen halten. Diese Kündigungen können dann entweder vier Wochen im Voraus zum Ende des Monats oder aber zum 15. eines Monats erfolgen.