{"id":35661,"date":"2026-10-23T15:08:22","date_gmt":"2026-10-23T13:08:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hoorayhr.io\/de\/hr-lexikon\/\/"},"modified":"2026-10-29T14:40:49","modified_gmt":"2026-10-29T13:40:49","slug":"fehlzeitenquote","status":"publish","type":"knowledgebase","link":"https:\/\/www.hoorayhr.io\/de\/hr-lexikon\/fehlzeitenquote\/","title":{"rendered":"Fehlzeitenquote berechnen: Formel und Beispiel"},"content":{"rendered":"
Die Fehlzeitenquote ist eine HR-Kennzahl, die angibt, wie viel Prozent der Sollarbeitszeit in einem Zeitraum durch Fehlzeiten ausgefallen ist. Du berechnest sie mit der Formel Fehltage geteilt durch Sollarbeitstage mal 100. Die Quote zeigt dir, wie stark Fehlzeiten durch Krankheit dein Unternehmen belasten. Und sie zeigt, ob ein Team oder eine Abteilung auff\u00e4llig viele Ausfalltage hat.<\/p>\n
Die Fehlzeitenquote ist das Verh\u00e4ltnis der ausgefallenen zur geplanten Arbeitszeit, ausgedr\u00fcckt in Prozent. Diese HR-Kennzahl geh\u00f6rt zu den wichtigsten Zahlen im Personalcontrolling, weil sie Ausf\u00e4lle vergleichbar macht. Eine Fehlzeitenquote von 5 % bedeutet: An f\u00fcnf von 100 geplanten Arbeitstagen fehlten die Mitarbeitenden.<\/p>\n
Als Fehlzeiten z\u00e4hlen in der Regel ungeplante Abwesenheiten, vor allem Krankheit mit oder ohne Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigung, unentschuldigtes Fehlen und Kuren. Urlaub, Feiertage, Elternzeit und Mutterschutz z\u00e4hlen meist nicht dazu, weil sie geplant sind und keine St\u00f6rung im Betrieb anzeigen. Die genaue Abgrenzung legt jedes Unternehmen selbst fest. Wichtig ist nur, dass du die Fehlzeitenquote immer nach derselben Definition berechnest, sonst vergleichst du \u00c4pfel mit Birnen.<\/p>\n
Die Fehlzeitenquote ist eng mit dem Thema Krankmeldung<\/a> verbunden. Je sauberer du Krankmeldungen erfasst, desto verl\u00e4sslicher wird die Kennzahl.<\/p>\n Die Fehlzeitenquote erfasst alle ungeplanten Abwesenheiten, die Krankheitsquote nur krankheitsbedingte Fehltage. In der Praxis nutzen viele Unternehmen die Begriffe Krankheitsquote, Krankenquote und Krankenstand als Synonyme. Sie meinen damit den Anteil der Arbeitszeit, der durch Krankheit ausf\u00e4llt.<\/p>\n Die Abwesenheitsquote hat dagegen die breiteste Bedeutung. Sie umfasst alle Abwesenheiten, also auch Urlaub, Fortbildung oder Sonderurlaub. F\u00fcr die Personalplanung ist die Abwesenheitsquote hilfreich. F\u00fcr die Analyse von Gesundheit und Arbeitsbedingungen sind die Fehlzeitenquote und die Krankheitsquote aussagekr\u00e4ftiger, weil sie Fehlzeiten ohne geplante Abwesenheiten zeigen.<\/p>\n<\/p>\n \n Die Formel f\u00fcr die Fehlzeitenquote lautet: Fehlzeitenquote = (Fehltage \u00f7 Sollarbeitstage) \u00d7 100. Die Formel funktioniert f\u00fcr einzelne Personen, f\u00fcr ein Team oder f\u00fcr das ganze Unternehmen. Statt Arbeitstage kannst du auch Stunden nutzen, das ist bei Teilzeit genauer.<\/p>\n So gehst du bei der Berechnung vor:<\/p>\n<\/p>\n \n Ein Team hat 20 Mitarbeitende. Jede Person hat im Jahr 220 Sollarbeitstage, nach Abzug von Urlaub und Feiertagen. Das ergibt 4.400 Sollarbeitstage f\u00fcr das ganze Team, also die Anzahl der geplanten Arbeitstage. Im selben Jahr summieren sich die Fehltage auf 264.<\/p>\n Die Berechnung: 264 \u00f7 4.400 \u00d7 100 = 6 %. Die Fehlzeitenquote des Teams liegt also bei 6 %. Pro Kopf sind das im Durchschnitt 13,2 Fehltage im Jahr. Mit diesen Zahlen vergleichst du das Team mit anderen Abteilungen oder mit dem Vorjahr.<\/p>\n Arbeiten viele Besch\u00e4ftigte in Teilzeit, liefert die Formel in Stunden ein genaueres Ergebnis als Sollarbeitstage. Eine Abteilung hat im Quartal eine Sollarbeitszeit von 6.000 Stunden. Durch Krankheit fallen 240 Stunden aus. Die Fehlzeitenquote betr\u00e4gt 240 \u00f7 6.000 \u00d7 100 = 4 %.<\/p>\n Eine normale Fehlzeitenquote gibt es nicht pauschal, weil die Quote stark von Branche, T\u00e4tigkeit und Altersstruktur abh\u00e4ngt. Branchen mit k\u00f6rperlicher Arbeit, etwa Pflege, Logistik oder Produktion, haben meist h\u00f6here Fehlzeiten als B\u00fcroberufe.<\/p>\n Sinnvoller als ein fester Zielwert ist der Vergleich mit dir selbst. Beobachte die Fehlzeitenquote \u00fcber mehrere Jahre, pro Abteilung und pro Team. Steigt die Quote in einem Bereich deutlich, w\u00e4hrend sie anderswo stabil bleibt, ist das ein klares Signal. Aktuelle Zahlen zum Krankenstand in Deutschland und Branchen-Benchmarks zur Krankheitsquote ver\u00f6ffentlichen die Krankenkassen regelm\u00e4\u00dfig in ihren Gesundheitsreports.<\/p>\n Eine hohe Fehlzeitenquote hat fast immer mehrere Ursachen, die sich gegenseitig verst\u00e4rken. Gesundheit ist nur einer der Faktoren. Auch Arbeitsbedingungen, F\u00fchrung und Arbeitsklima beeinflussen, wie oft die Mitarbeitenden ausfallen.<\/p>\n Die wichtigsten Gr\u00fcnde f\u00fcr steigende Ausfalltage sind:<\/p>\n<\/p>\n \n Ein Teil der Fehlzeiten geht oft auf wenige lange Erkrankungen zur\u00fcck. Pr\u00fcfe deshalb immer, ob viele kurze Fehlzeiten oder einzelne Langzeiterkrankungen<\/a> die Quote treiben. Die Ma\u00dfnahmen daf\u00fcr sind v\u00f6llig unterschiedlich.<\/p>\n Du senkst die Fehlzeitenquote am wirksamsten, wenn du die Ursachen gezielt angehst, statt nur auf die Zahl zu schauen. Am Anfang steht die Auswertung: Welche Abteilungen, welche Monate und welche Arten von Fehlzeiten fallen auf? Erst mit diesen Daten wei\u00dft du, wo Ma\u00dfnahmen wirken.<\/p>\n Bew\u00e4hrte Ma\u00dfnahmen gegen hohe Fehlzeiten sind:<\/p>\n<\/p>\n \n Ziel ist ein gesundes Arbeitsumfeld, nicht Druck auf die Mitarbeitenden. Wer krank zur Arbeit kommt, senkt die Fehlzeitenquote nur scheinbar und riskiert weitere Fehlzeiten im Team.<\/p>\n Der h\u00e4ufigste Fehler bei der Fehlzeitenquote ist eine uneinheitliche Datenbasis. Meldet ein Team Krankmeldungen per E-Mail und ein anderes per Anruf, stimmen die Zahlen in den Excel-Listen nie ganz. Jede L\u00fccke bei den Ausfalltagen verf\u00e4lscht die Quote sofort.<\/p>\n Weitere typische Probleme in der Praxis:<\/p>\n<\/p>\n \n F\u00fcr die Fehlzeitenquote brauchst du nur Beginn, Dauer und Art der Abwesenheit, keine Diagnosen zur Arbeitsunf\u00e4higkeit. Die genauen und aktuellen Regeln zur Verarbeitung von Gesundheitsdaten findest du bei der zust\u00e4ndigen Datenschutzbeh\u00f6rde. Mehr zur Auswertung von Ausf\u00e4llen liest du in unserem Artikel zum Fehlzeitenreport<\/a>.<\/p>\n HoorayHR ist eine All-in-one-HR-Software f\u00fcr KMU, mit der du Krankmeldungen erfasst und die Fehlzeitenquote ohne Excel auswertest. Mitarbeitende melden sich mit einem Klick in der App krank. Dabei erfassen wir nur die n\u00f6tigen Informationen wie Beginn und voraussichtliche R\u00fcckkehr, keine medizinischen Details.<\/p>\n Offene Krankmeldungen siehst du direkt auf dem Dashboard, f\u00fcr jedes Team und alle Abteilungen. Mit HR Analytics<\/a> wertest du Fehlzeiten pro Person, Team und Unternehmen aus und erkennst Trends bei der Krankheitsquote fr\u00fchzeitig. Mehr zu Fehlzeiten von Besch\u00e4ftigten<\/a> liest du im HR-Lexikon. Weil Urlaub \u00fcber die Abwesenheitsverwaltung<\/a> im selben System l\u00e4uft, trennst du geplante und ungeplante Abwesenheiten automatisch. So stimmt die Datenbasis f\u00fcr deine Berechnung von Anfang an.<\/p>\n Die Fehlzeitenquote ist kein Urteil \u00fcber einzelne Personen, sondern ein Fr\u00fchwarnsystem f\u00fcr dein Unternehmen. Wer sie regelm\u00e4\u00dfig misst, die Ursachen versteht und gezielt in Gesundheit und Arbeitsklima investiert, senkt Fehlzeiten nachhaltig. Und dein Team merkt, dass Gesundheit bei euch mehr ist als eine Zahl.<\/p>\n Die meisten Unternehmen berechnen die Fehlzeitenquote monatlich oder pro Quartal. So erkennst du saisonale Schwankungen der Quote fr\u00fch genug, um gegenzusteuern. Eine j\u00e4hrliche Auswertung eignet sich zus\u00e4tzlich f\u00fcr den Vergleich mit dem Vorjahr.<\/p><\/div><\/div><\/div> Nein, Urlaub z\u00e4hlt in der Regel nicht zur Fehlzeitenquote, weil er geplant ist. Du ziehst Urlaub und Feiertage schon bei den Sollarbeitstagen ab. Wenn du alle Abwesenheiten inklusive Urlaub erfassen willst, berechnest du stattdessen die Abwesenheitsquote.<\/p><\/div><\/div><\/div> Fehltage und Ausfalltage meinen meist dasselbe: Arbeitstage, an denen die Mitarbeitenden nicht wie geplant gearbeitet haben. Manche Unternehmen z\u00e4hlen bei Ausfalltagen nur Krankheit, bei Fehltagen auch unentschuldigtes Fehlen. Lege eine Definition fest und nutze sie bei jeder Berechnung.<\/p><\/div><\/div><\/div> HR darf Fehlzeiten der Mitarbeitenden auswerten, verarbeitet dabei aber nur die n\u00f6tigen Daten. Diagnosen geh\u00f6ren nicht in die Auswertung. Ob und wie der Betriebsrat beteiligt wird, kl\u00e4rst du am besten fr\u00fchzeitig im Unternehmen.<\/p><\/div><\/div><\/div> Die Fehlzeitenquote zeigt, wie viele Arbeitstage im Unternehmen ausfallen, und damit auch, wie hoch die Kosten f\u00fcr die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall<\/a> ungef\u00e4hr sind. Je h\u00f6her die Quote, desto mehr Lohn zahlst du f\u00fcr nicht geleistete Arbeit.<\/p>\n <\/p><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":0,"parent":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-35661","knowledgebase","type-knowledgebase","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"\nFehlzeitenquote, Krankenquote oder Krankenstand: Wo liegt der Unterschied?<\/h2>\n
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Wie berechnest du die Fehlzeitenquote?<\/h2>\n
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Beispiel: Fehlzeitenquote f\u00fcr ein Team berechnen<\/h3>\n
Beispiel: Fehlzeitenquote auf Stundenbasis<\/h3>\n
Welche Fehlzeitenquote ist normal?<\/h2>\n
Welche Ursachen hat eine hohe Fehlzeitenquote?<\/h2>\n
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Wie senkst du die Fehlzeitenquote im Unternehmen?<\/h2>\n
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Welche Fehler passieren bei der Auswertung der Fehlzeitenquote in der Praxis?<\/h2>\n
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So beh\u00e4ltst du die Fehlzeitenquote in HoorayHR im Blick<\/h2>\n
Wie oft solltest du die Fehlzeitenquote berechnen?<\/h3>
Z\u00e4hlt Urlaub zur Fehlzeitenquote?<\/h3>
Was ist der Unterschied zwischen Fehltagen und Ausfalltagen?<\/h3>
Darf HR die Fehlzeitenquote einzelner Mitarbeitender auswerten?<\/h3>
Welche Rolle spielt die Fehlzeitenquote bei der Lohnfortzahlung?<\/h3>