{"id":35587,"date":"2026-10-23T10:58:50","date_gmt":"2026-10-23T08:58:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hoorayhr.io\/de\/hr-lexikon\/\/"},"modified":"2026-10-29T14:43:28","modified_gmt":"2026-10-29T13:43:28","slug":"ki-kompetenz","status":"publish","type":"knowledgebase","link":"https:\/\/www.hoorayhr.io\/de\/hr-lexikon\/ki-kompetenz\/","title":{"rendered":"KI-Kompetenz: Was HR-Verantwortliche jetzt regeln m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"

KI-Kompetenz bezeichnet die F\u00e4higkeiten, Kenntnisse und das Verst\u00e4ndnis, die Menschen brauchen, um KI-Systeme sachkundig einzusetzen und ihre Chancen und Risiken einzusch\u00e4tzen. Nach Artikel 4 der KI-Verordnung m\u00fcssen Unternehmen, die KI nutzen, Ma\u00dfnahmen zur KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden ergreifen. F\u00fcr HR bedeutet das: Schulungen planen, Kompetenzen nach Rollen aufbauen und die Ma\u00dfnahmen dokumentieren.<\/p>\n

Was ist KI-Kompetenz?<\/h2>\n

KI-Kompetenz ist die F\u00e4higkeit, k\u00fcnstliche Intelligenz im eigenen Arbeitskontext sicher, kritisch und wirksam zu nutzen. Die KI-Verordnung definiert den Begriff in Artikel 3 als F\u00e4higkeiten, Kenntnisse und Verst\u00e4ndnis, die es Anbietern, Betreibern und betroffenen Personen erm\u00f6glichen, KI-Systeme sachkundig einzusetzen. Dazu geh\u00f6rt auch, sich der Chancen, Risiken und m\u00f6glichen Sch\u00e4den von KI bewusst zu sein.<\/p>\n

KI-Kompetenz ist also mehr als das Wissen, wie man einen Chatbot bedient. Sie umfasst technisches Grundverst\u00e4ndnis, kritisches Denken und rechtliches Bewusstsein. Eine Person mit KI-Kompetenz wei\u00df, dass KI-Systeme Fehler machen, dass Antworten plausibel klingen k\u00f6nnen und trotzdem falsch sind, und dass personenbezogene Daten nicht in jedes Tool geh\u00f6ren.<\/p>\n

Im Englischen spricht man von AI Literacy. Der Begriff hat durch die KI-Verordnung, kurz KI-VO, schnell an Bedeutung gewonnen. F\u00fcr Unternehmen ist KI-Kompetenz damit nicht mehr nur ein Thema der Weiterbildung, sondern auch eine Frage der Compliance. Viele Organisationen b\u00fcndeln das Thema deshalb in ihrer HR-Strategie und in der HR-Software<\/a>, mit der sie Schulungen organisieren.<\/p>\n

Was verlangt Artikel 4 der KI-Verordnung?<\/h2>\n

Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt von Anbietern und Betreibern von KI-Systemen, Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, damit ihr Personal und andere Personen, die in ihrem Auftrag mit KI arbeiten, \u00fcber ausreichende KI-Kompetenz verf\u00fcgen. Die Pflicht gilt seit dem 2. Februar 2025. Sie betrifft fast jedes Unternehmen, denn als Betreiber gilt bereits, wer KI-Tools wie ChatGPT, Copilot oder KI-Funktionen in Software beruflich einsetzt.<\/p>\n

Bei den Ma\u00dfnahmen ber\u00fccksichtigen Unternehmen technische Kenntnisse, Erfahrung, Ausbildung und den Kontext, in dem die KI-Systeme eingesetzt werden. Auch die Personen, f\u00fcr die KI-Systeme Ergebnisse liefern, spielen eine Rolle. Eine Kollegin, die KI f\u00fcr Stellenanzeigen nutzt, braucht andere Kompetenzen als ein Team, das KI im Recruiting einsetzt.<\/p>\n

Mit dem Digital Omnibus, der Verordnung (EU) 2026\/1744, hat die EU die Formulierung im Sommer 2026 gelockert. Unternehmen m\u00fcssen nun Ma\u00dfnahmen ergreifen, um die KI-Kompetenz zu unterst\u00fctzen, statt sie in jedem Fall sicherzustellen. Im Alltag \u00e4ndert das wenig: Wer KI im Betrieb nutzt, sollte Schulungen anbieten und dokumentieren. Ein bestimmtes Zertifikat schreibt die KI-Verordnung nicht vor. Mehr zum gesamten Rahmen liest du im Beitrag KI im Personalwesen<\/a>.<\/p>\n

Wer muss KI-Kompetenz nachweisen?<\/h2>\n

KI-Kompetenz betrifft alle Personen, die im Auftrag eines Unternehmens mit KI-Systemen arbeiten. Das sind nicht nur Mitarbeitende, sondern auch Auszubildende, Freelancer und Dienstleister, die KI im Auftrag einsetzen. Unternehmen selbst sind daf\u00fcr verantwortlich, passende Ma\u00dfnahmen zu ergreifen.<\/p>\n

Die KI-Verordnung unterscheidet dabei zwei Rollen:<\/p>\n<\/p>\n